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Von Christian Johannes May
Im „Nordlicht“ in Hittfeld beweist Henry Theben, dass ein gutes Fischrestaurant keines Elbblicks bedarf, ganz sicher aber der richtigen Atmosphäre.
Anfang Oktober 2008 bezog Henry Theben die alte Wirkungsstätte von Frank Wiechern, als dieser mit seinem Restaurant „Leuchturm“ nach Harburg umsiedelte. Seitdem leuchtet in Hittfeld das Nordlicht und begeistert mit seinen zum Großteil maritimen Kreationen wie gegrillten Jacobsmuscheln in Limonen-Ingwersauce und Pappardelle weit über den Süden Hamburgs hinaus. In einer Hotelküche fing alles an: Während eines Schulpraktikums, das er dort absolvierte, entdeckte Theben seine Leidenschaft für gutes Essen. Es folgten zwölf Jahre in Steigenberger Hotels und fünfeinhalb Jahre im „Heinsen´s“ in Ellerbek – und nun Hittfeld. Warum? „Weil ich hier von den weltbesten Kartoffeln und dem aromatischsten Spargel umgeben bin“, scherzt der 39-jährige nur scheinbar, denn diese Aussage beinhaltet doch viel Wahres. Schließlich ist Frische einer der wichtigsten Faktoren für eine gehobene Küche. Theben meint, was er sagt, auch wenn er erwähnt, dass im „Nordlicht“ alle Gerichte frei von künstlichen Farbstoffen und Geschmacksverstärkern serviert werden. „Das macht das Kochen natürlich aufwendiger und zeitintensiver“. Bei einer Karte voller Köstlichkeiten wie Carpaccio vom Rinderfilet mit gehobeltem Parmesan, Filet vom schwarzen Heilbutt auf Belugalinsen und Weißweinsauce oder Mango-Champagnersüppchen auf Himbeersorbet erhält der Gast nur eine vage Vorstellung von der Kochkunst und Leidenschaft, die Theben hier tagtäglich investiert. Und das tut er gern, schließlich herrscht vorort auch dank des dekorativen Händchens von Lebensgefährtin Katja Röser eine rundum gelungene Atmosphäre. „Hinzu kommt, dass wir hier unglaublich nette Gäste haben“, so der Küchenchef. Bei so viel Glück, hervorragendem Essen und guter Stimmung scheint es, als stünde das Nordlicht einfach unter einem guten Stern.
Restaurant Nordlicht Bahnhofstraße 42, Seevetal-Hittfeld, Tel. 0 41 05/67 55 32
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