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Alles muss stimmen: Matthias Graf (li.) Betreiber Frank Wichern und Phillip Schwarz planen die Events im Harburger Restaurant Leuchtturm.
Matthias Graf ist ein gefragter Mann, gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit. Seine Partys, Feste und Events sind gerade um Weihnachten und Silvester herum gefragt wie Christbäume am 23. Dezember. Aber der Wirbel stresst ihn nicht: „Das macht meinen Job doch aus. Mein Tagesgeschehen ist extrem abwechslungsreich, ich mag das“, so der Vierzigjährige. „Abwechslung“ hat er seit 1993, da gründete er das „Team 412“, seine Eventagentur. Nachdem er als junger Mann eine Ausbildung bei der Deutschen Bank absolviert hatte, stieg er zunächst bei seinem Vater, Walter Graf, in dessen Hittfelder Edeka-Markt ein. Jahr für Jahr zog es den Sohn mehr in Richtung Organisation von Feiern und Events: Zunächst war es „nur“ ein Stand auf dem Hittfelder Dorffest. Die Freude daran, den Menschen durch guten Service ein schönes Erlebnis zu bereiten, veranlasste Graf dazu, sich selbständig zu machen. Heute richtet er Feste und Events von der Geburtstagsfeier für zehn Gäste bis zum Firmenjubiläum für über 2000 Teilnehmer aus. Bei solchen Ereignissen wächst sein Team auf bis zu 170 Leute an. „Da kann es natürlich schon mal drunter und drüber gehen, wenn man bei der Ortsbesichtigung feststellt, dass zum Beispiel die Küche zu klein ist – dann wird einfach angebaut“, bemerkt Graf beiläufig, „Improvisation ist schließlich unser Tagesgeschäft!“ Dabei helfen ihm vor allem seine engsten Mitarbeiter und Kooperationspartner. Sie sind gleichzeitig Grafs beste Freunde, Fußballkameraden und allesamt ehemalige Auszubildende: Marco Börner, 25, kümmert sich um Partys rund um Hamburg und Harburg und Sven Klein, 31, ist Ansprechpartner für Feste auf Sylt und in Lübeck. Gemeinsam mit dem 26-jährigen Philip Schwarz organisiert und koordiniert Graf sämtliche Feiern im Harburger Vorzeige-Restaurant „Leuchtturm“. In malerischer Umgebung werden dort rauschende Feste mit erstklassigem Essen und perfektem Service ausgerichtet. Grafs Lokalverbundenheit hilft ihm dabei: „Wenn man hier aufgewachsen ist, hat man mit den Jahren ein gutes Netzwerk innerhalb der Gastronomie und den Behörden aufgebaut und weiß, wen man wann ansprechen muss.“
Grafs Erfolgsrezept? „Das A und O ist das Hineinversetzen in den Kunden und die Wertschätzung des entgegengebrachten Vertrauens“. Letzteres wird auch innerhalb des Teams gepflegt. Ein Vorteil, wenn die Kollegen auch die besten Freunde sind. Bei Philip Schwarz Hochzeit, die in Kürze stattfindet, wird Graf sogar Trauzeuge sein. Man kennt sich also auch von privaten Festen. „Aus unserer eigenen Erfahrung wollen wir den Kunden bei jeder Veranstaltung den größtmöglichen Mehrwert schenken. Wir dekorieren ihren besonderen Tag mit Emotionen!“ Außerhalb des Jobs gibt es neben dem Bolzplatz und den zwei Töchtern, 9 und 15, nicht viel, denn „ich arbeite, wenn der Normalbürger frei hat“, erklärt Graf. Und wann macht er Urlaub? „ Wenn ich es mal schaffe, fahre ich mit meinen Freunden weg. Am liebsten im Winter an die Strände von Sylt oder Travemünde – oder einmal im Jahr nach Amerika.“ Dort reist Graf zunächst nach Las Vegas, wo er sich neue Anregungen aus der Gastro-Szene holt. „Für mich sind die Amerikaner Weltmeister im Umsetzen gastronomischer Konzepte“, gesteht er nicht ohne Ehrfurcht. Danach erst führt ihn der Weg meistens weiter nach Los Angeles an die Küste – zum Ausspannen.
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