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Was der Jesteburger „Schriftstehler“ Armin Sengbusch bei seinen Lesungen und bei Poetry-Slams vorträgt, ist bis ins Detail durchdacht. „Das ist eine Sache, die ich beim Fußball gelernt habe“, sagt der ehemalige Jesteburger Oberliga-Kicker Armin Sengbusch, „man darf nie zufrieden mit sich sein. Also nehme ich mir alle Texte immer wieder vor.“
Heraus kommen Lyrik und Kurzprosa, die messerscharf aus persönlicher Sicht das Verhältnis des Einzelnen – meist Sengbusch selbst – zu kulturellen und gesellschaftlichen Phänomenen analysiert. Sengbuschs Werk füllt bislang drei Bücher, einen Webblog und unzählige Abende, denn der Schriftstehler hat seit einiger Zeit die Live-Komponente der Literatur entdeckt: Lesungen und Dichterwettbewerbe, neudeutsch: „Poetry Slams“.
In der Slammer-Szene hatte er einen relativ rasanten Aufstieg: Erst Mitte letzten Jahres begann Armin Sengbusch, sich mit seinen Texten dem dichterischen Wettstreit Mann gegen Mann und der gnadenlos subjektiven Publikumsjury zu stellen. In diesem Herbst nahm er dann schon an den Deutschen Meisterschaften im Ruhrgebiet teil und kam bis ins Halbfinale.
„Ich schreibe seit meiner Jugend“, sagt der Mittvierziger, „aber ich habe lange nicht geglaubt, dass meine Texte jemanden interessieren könnten.“ Dabei schrieb Armin Sengbusch auch schon mal gegen Honorar: Für ein namhaftes Wochen- und ein nicht minder namhaftes Abendblatt berichtete er von den Fußballplätzen des Landkreises. Auch hier verknüpfte er schon zwei seiner vielen Talente: Fußball und Schreiben.
Sieht man Sengbusch seine Texte vortragen, ist zu beobachten, wie ihm seine anderen Gaben und Erfahrungen bei Poetry Slams zugute kommen. Während die Mehrzahl seiner Mitpoeten schüchtern und mit weichen Knien auf der Bühne wackelt und die Augen krampfhaft auf ihre Textausdrucke richtet, blickt der Schriftsteller ins Publikum, trägt fokussiert frei vor, hat Körperspannung, dramatische Intonation und spricht mit starken Gesten. Hier macht sich Sengbuschs Schauspielstudium bezahlt. Und ein geschmissener, aber immerhin angefangener Gesangsunterricht bezahlt. Ebenso das Alphatiergehabe vom Fußballplatz – von Blankvers und Bewusstseinsstromtechnik mal ganz zu schweigen. Armin „Schriftstehler“ Sengbusch Live: am 20. Dezember beim Bunker-Slam im „Uebel und Gefaehrlich“ an der Hamburger Feldstraße
Tipps: sein Buch „Geh doch ins Licht“ und bedruckte Kleidung mit dem Aufdruck: „Lies Bücher, nicht T-Shirts!“ Nähere Informationen und Bestellmöglichkeiten unter www.schriftstehler.de