| Einheit für Atomunfälle |
|
Der Grund hierfür liegt in der unterschiedlichen Entfernung. Klingt paradox, ist es aber nicht, denn die Entfernung bestimmt, welche Aspekte eines Ereignisses wir hauptsächlich wahrnehmen. Nach Tschernobyl haben wir uns Sorgen um unsere Lebensmittel gemacht und jeden Pilz gefragt, wie stark er strahlt. Strahlungsintensität misst man seit 1960 in Becquerel, vorher in Curie. Fukushima verstrahlt nicht unser Gemüse, sondern das anderer Leute. Wie stark radioaktive Strahlung auf Mensch und Tier wirkt, misst man in Sievert. Alle, die diese Einheit bis neulich nicht kannten, müssen sich nicht grämen: Das Sievert hat erst 1986 die hundertmal gröberere Einheit Rem ersetzt und dürfte in unseren Schulbüchern daher erst seit den 90er-Jahren präsent sein.
|
